Ist das Kunst und kann das weg?
Wie wir Kultur kaputtsparen – und das solidarisch nennen.

Kürzen, kürzen, kürzen. Das ist es, was man aktuell überall hört. Was das für unsere Kulturlandschaft bedeutet, sieht man gerade am Beispiel des Karnevals der Kulturen (KdK).
Bei einem der größten Berliner Festivals im öffentlichen Raum fehlen eine Woche vor Veranstaltungsbeginn rund 79.000 Euro in der Kasse – 85.000 Euro, wenn man die Spenden aus der Bevölkerung nicht mitzählt. Anna-Maria Seifert, eine der Organisatorinnen des KdK spricht von “solidarischen Kürzungen” und meint damit, dass sie alle Kulturschaffenden betreffen. Nett gelesenes Wording der politisch Verantwortlichen, das hier fast schon spöttisch meint: “at least you don’t die alone, honey”.
// Text: Alexander Otto